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Donnerstag, 19. Februar 2015

Marktformen

Polypol:

Der Begriff Polypol bezeichnet eine Marktform, bei der sich eine Vielzahl von Anbietern und Nachfragern im Wettbewerb gegenüberstehen. Der einzelne Marktteilnehmer hat keinen wesentlichen Einfluss auf das Marktgeschehen, er passt sein Angebot bzw. seine Nachfragen den Marktverhältnissen an. Auf diese Marktform trifft der Verbraucher verhältnismäßig selten, am ehesten noch im Einzelhandel, Wertpapieren oder Rohstoffen an den internationalen Börsen bezeichnet man auch als Märkte mit vollständiger Konkurrenz oder Wettbewerbsmärkte.

Unvollständige (eingeschränkte) Konkurrenz herrscht dann, wenn auf einem Markt wenn nur ein oder wenige Anbieter bzw. Nachfrager auftreten.

Oligopol:

Das Angebotsoligipol bezeichnet eine Marktform, bei der es zwar viele Nachfrager, aber nur wenige Anbieter gibt. Dies trifft bei zahlreichen Wirtschaftszweigen zu, z.B. Mineralölhandel, Unterhaltungselektronik, Arzneimittel, Tabakwaren.

Monopol:

Ein Angebotsmonopol nennt man eine Marktsituation, in der für ein bestimmtes Gut nur ein Anbieter existiert. Es ist durch eine marktbeherrschende Machtstellung und durch Ausschaltung des Wettbewerbs, wie z.B. bei der Grundversorgung der Bevölkerung durch öffentliche Anbieter (Wasserversorgung) gekennzeichnet.

Montag, 4. August 2014

Arbeitsteilung in der Wirtschaft (BWL)


Unter der Arbeitsteilung versteht man, dass eine Teilung der verschiedenen Arbeitsschritte an mehrere Arbeitskräfte geschieht.

Vorteile:

-       Spezialisierung
o   Besser Qualität
-       Höhere Produktivität
o   Größere Menge, geringerer Zeitaufwand

-       Einfachere Entwicklung neuerer Maschinen
-       Arbeitsplätze nach Qualifikation, Geschick usw. zugeordnet
-       Geregelte Arbeitsabläufe
-       Mehr Kontrolle der AG
-       Hohe Maschinenauslastung

§  Höhere Gewinne

Nachteil:

-       hohe Abhängigkeit der Arbeitnehmer voneinander
-       Berufkrankheiten
-       Fehleranfälligkeit
-       Monotonie/ Eintönigkeit
-       Berufliche Einschränkung/ keine Weiterentwicklung
-       Unternehmer müssen für spezifische Tätigkeiten anlernen
-       Zu wenig Erfolgsergebnis ( Arbeitnehmer sehen Endprodukt nicht)
-       Keine sozialen Kompetenzen

Formen der Arbeitsteilung

1.    Berufliche Arbeitsteilung
*  Berufsbildung:               Händler, Bäcker, Ärzte, …
*  Berufsspaltung:             Verkäufer, Einzelhandel, Großhandel, …

2.    Betriebliche Arbeitsteilung
*  Arbeits-/ Prozesszerlegung:     Prozess wird in Arbeitsschritte zerlegt &
                                                            auf Arbeitnehmer/ Maschinen verteilt

*  Produktionszerlegung:             Prozess wird auf Betriebe verteilt z.B. Auto
                                                                  Produktion erfolgt mit Hilfe von Zulieferer

3.   nationale Arbeitsteilung
*  Vertikale Arbeitsteilung:           Produkt, Vertrieb, Verkauf (& Verbrauch)
                                                                  werden von verschiedenen Teilnehmern
                                                                  übernommen.
*  Horizontale Arbeitsteilung:      Produkt gleichartiger Güter erfolgt durch

                                                                  mehrere Unternehmen (Oetker, Wagner usw.)

Dienstag, 6. Mai 2014

BWL (Positionierung)

Positionierung

"Unter Positionierung versteht man den Vorgang, dass der Verbraucher ein Produkt geistig auf ganz bestimmte Weise einordnet, oder anders, dass sich das Produkt Geiste des Verbrauchers einen bestimmten Platz sucht. Man kann es auch so ausdrücken: Positionierung ist ganz einfach der Nettoeindruck, den der Verbraucher vor einem Produkt oder einer Marke hat. Was offenbar das Erste ist, woran der Verbraucher denkt."
R. Peddie


Erklärung

Bei der Positionierung handelt es sich um die unverwechselbare Kennzeichnung eines Objekts in der Wahrnehmung der Konsumenten. Bildlich gesprochen ist die Positionierung der Platz einer Marke in den Köpfen der Verbraucher.
Zur Einnahme der jeweiligen Position stehen zwei Wege offen: entweder werden durch produktpolitische Maßnahmen die Eigenschaften des Produktes in der Form geändert, dass sie den Idealen entsprechen, oder das Unternehmen bedient sich kommunikativer Maßnahmen, um eine bestimmte Positionierung in den Köpfen der Verbraucher zu verankern.

Ermittlung der Ist-Positionierung

Mit Hilfe der Ist-Positionierung soll ermittelt werden, wie bzw. - bezogen auf einen Positionierungsraum - wo der Konsument das Angebot wahrnimmt.

Für die Ermittlung der Ist-Positionierung sind mehrere Schritte notwendig:
  1. Zunächst müssen die Produkteigenschaften, die für die Käuferschaft am wichtigsten sind, ermittelt werden (z.B. Waschmaschine - wichtigste Eigenschaften, Preis und Lebensdauer)
  2. Ermittlung der Ideal-Position: Mittels Befragung soll die Zielgruppe die Produkteigenschaften bewerten (niedriger Preis ist nicht wichtig, niedriger Wasserverbrauch ist nicht wichtig usf.). Daraus kann die Ideal-Position abgeleitet werden, die für das Idealprodukt steht.
  3. Ermittlung der Produktposition: Nun muss ermittelt werden, wie die angebotenen Produkte bezogen auf die wichtigsten Merkmale beurteilt werden (z.B. Waschmaschine der Marke A hat niedrigen Preis, hat kurze Lebensdauer, unsere Waschmaschine hat höheren Preis, hat mittlere Lebensdauer usf.).
Die Ergebnisse können übersichtlich in einem Positionierungskreuz dargestellt werden.






Soll-Positionierung

Die Soll-Positionierung schließlich dient der Festlegung, wie der Konsument das Angebot wahrnehmen soll.
Die Positionierung fungiert dabei als Soll-Größe (funktionale Waschmaschine, niedriger Preis), die es durchzusetzen gilt (so soll das Produkt mit den relevanten Eigenschaften vom Verbraucher wahrgenommen werden). Die Soll-Positionierung beeinflusst also die gesamte Kommunikation von der Strategie über die Gestaltung bis zur Maßnahmen.
  • Strategie: Kommunikationsthemen, Kernbotschaften
  • Gestaltung: Bilder, Farben, Slogans, Headlines, Tonalität, etc.
  • Maßnahmen: Auswahl der Kommunikationsinstrumente, Aktion etc.
Wo die Soll-Positionen schließlich liegen soll hängt von der Strategie ab, die das Unternehmen verfolgt.
  • Grundsätzlich sollte die Soll-Position so nah wie möglich am Ideal und soweit wie möglich von den Positionen der Konkurrenten liegen. Auf entwickelten Märkten ist diese Position aber meistens schon durch Konkurrenzprodukte besetzt oder wenn bleiben nicht unumkämpft, wenn man sie erfolgreich besetzt hat.
  • Alleinstellung auf einer Dimension außerhalb der bisherigen wichtigen Produkteigenschaften (das Design von Waschmaschinen war lange Zeit unwichtig - nicht umsonst bezeichnet man sie auch als Weißware!).
  • Positive Position anstreben, die bereit von Konkurrenten besetzt sind. Dies sollte allerdings nur erfolgen, wenn man sicher ist, dass man diese Position besser umsetzt als die Konkurrenz (subjektive Überlegenheit) oder das eigene Produkt besser ist als die Konkurrenzprodukte (objektive Überlegenheit). Trittbrett-Fahrten also das Nachahmen erfolgreicher Konkurrenzprodukte ist eine Möglichkeit, um einen gewissen Erfolg zu haben.
  • Mit der Soll-Position Marktnischen besetzt. Hier werden die potentiellen Konsumenten bedient, die sich durch das bestehende Angebot nicht ausreichend angesprochen fühlen.
Als Positionierungsansätze können 4 Strategien formuliert werden, die der Positionierung eines Angebots dienen.
  • Positionierung durch emotionale und informative Beeinflussung - Diese orientiert sich am Grundmuster der Verhaltensbeeinflussung nach folgendem Schema: Appelliere an ein Bedürfnis und Informiere über Eigenschaften eines Produktes, die dazu dienen dieses Bedürfnis zu befriedigen.
  • Positionierung durch Information (traditionelle Form) - Dabei geht es um die werbliche Beeinflussung durch sachliche Information. Diese ist im Unterschied zur gemischten Positionierung zur Befriedigung vorhandener Bedürfnisse geeignet.
  • Positionierung durch Emotion - Diese Positionierung spiegelt den Trend zur emotionalen Positionierung infolge heutiger Marktsituation (gesättigte Märkte und weitgehende Austauschbarkeit der Produkte) wieder. Daher gilt es, ein Erlebnisprofil eines Angebots als Grundlage für die Präferenzen des Kunden zu schaffen.
  • Positionierung  durch Aktualität - Hier gilt es, die Aktualität der Märkte mittels auffallender Inszenierung des Markennamens zu erhöhen. Die werbliche Umsetzung erfordert daher starke Auffälligkeit und Mittelpunktstellung der Marke, sowie leichte und einprägsame Erinnerung.

KKV: USP vs. UAP - ein Hoch auf das Akronym

Verfügt ein Unternehmen über ein Leistungsangebot, das für den Kunden  wahrnehmbare, wichtige und dauerhafte Nutzenvorteile gegenüber den vergleichbaren Konkurrenzangeboten besitzen, dann spricht von einem Komparativen Konkurrenzvorteil (KKV) oder dem Unique Selling Proposition (USP).

Bei einem natürlichen USP liegt der Zusatznutzen im Produkt selbst begründet. Da echte USP eher selten sind bzw. nicht lange "halten", wird häufig versucht, einen künstlichen USP mittels werblicher Darstellung zu vermitteln.

Im Falle eines "künstlichen" USP spricht man auch von einem Unique Advertising Proposition (UAP). Dieser muss also erst kreiert werden, da der verkaufte Nutzen real nicht existiert, sondern nur in der Vorstellungskraft der Zielgruppe. Der künstliche, faktisch nicht nachweisbare USP findet insbesondere in Genussartikeln, wie Schokolade, Alkohol oder Zigaretten Verwendung.

Freitag, 25. April 2014

Wieso müssen wir die Waren, welche wir Kaufen wollen auf den Tresen/Förderband legen?

Es gehört zum Alltag, dass wenn wir was Kaufen wollen, das wir dann die Wahre auf den Tresen beziehungsweise auf das Förderband legen, aber wieso müssen wir das machen? Wo ist da der Sinn dahinter?

Zwar machen wir das Tag täglich, doch viele stellen sich sicherlich die Frage: " Wieso müssen wir das machen? Warum können wir die Waren nicht im Einkaufswagen lassen?"

Die Antwort ist einfach, es hat einfach mit BWL zu tun und das was wir machen nennt sich Konkludentes Handeln. Sicherlich fragt ihr euch nun, was ist das?

Beschrieben wird Konkludentes Handeln wie folgt:

Konkludentes Handeln liegt im Rechtsverkehr vor, wenn jemand seinen Willen stillschweigend zum Ausdruck bringt und der redliche Empfänger hieraus auf einen Rechtsbindungswillen schließen darf, sodass ein Vertrag auch ohne ausdrückliche Willenserklärung zustande kommen kann.

Einfach ausgedrückt bedeutet es: Das wir dem Verkäufer/-in Signalisieren, dass wir die Waren, welche auf dem Tisch sind, kaufen wollen. Dies kann durch nonverbale Kommunikation oder aber auch durch verbale Kommunikation stattfinden (schlüssiges Handeln oder durch das Handeln (waren auf den Tresen legen)).



Donnerstag, 20. März 2014

BWL (Systematische Fehler bei einer Umfrage)

Systematische Fehler:

Bei statistischen Fehlern wird zwischen dem das Ergebnis nicht verzerrenden Zufallsfehler und dem systematischen Fehlern unterschieden, der einen verzerrenden Einfluss auf das Ergebnis von Stichprobenschätzungen hat.
Per Definition wird der Effekt des systematischen Fehlers mit wachsender Zahl der Untersuchungseinheiten, also z.B. mit einer Vergrößerung des Stichprobenumfangs, größer. Folglich können alle Abweichungen zwischen dem Erwartungswert eines Stichprobenergebnisses und dem wahren Wert der Grundgesamtheit, die nicht auf dem Zufallsprozess bei der Stichprobenentnahme beruhen, als systematische Fehler bezeichnet werden.


Beispiele für systematische Fehler:

  1. Die falsche formulierung des Untersuchungsgegenstandes (bzw. der Fragen/Fragebogen)
  2. Unzureichende Organisation der Befragung
  3. Unklare Definition durch Interviewer
  4. Fehlerhafte Anweisungen bei der Befragung
  5. Fehler als Folge verspäteter Auskünfte
  6. Bewusst oder unbewusst falsche Auskünfte der Befragten, aber auch der Interviewer
  7. Fehleintragung
  8. Die Wahl falscher Befragter durch den Interviewer bzw. die bevorzugte Behandlung bestimmter Personen bei der Befragung
  9. Fehler auf Grund einer schlecht organisierten Durchführung der Erhebung
  10. Eine Unzweckmäßige-Art der Auszählung der Daten
  11. Rechen- und Rundungsfehler
  12. Veröffentlichungs- und Interpretations- bzw. Analysefehler
  13. Problem der Nonresponse (keine Antwort auf Fragen)

Während der Zufallsfehler, mit dem die Stichprobenstatistik behaftet ist, sich relativ gut quantifizieren lässt, wenn man auf die Daten der Stichprobe zurückfreift, ist zur Abschätzunh des systematischen Fehlers ein umfangreiches Kontrollinstrumentarium, dessen Anwendung mit hehen Kosten verbunden sein kann, notwendig. In extremen Fällen, wenn man nicht auf verfügbares Kontrollmaterial (frühere oder gleichartige Erhebungen) zurückgreifen kann, muss man Kontrollerhebungen und -aufbereitungen vornehmen, aus denen wiederum Informationen über typische Fehlerquellen für die vorliegende und auch für spätere Erhebungen gewonnen werden können.

Sonntag, 16. März 2014

BWL (Produktpolitik)

Produktpolitik:

Im immer schärfer werdenden internationalen Wettbewerb reicht das Gütesiegel "made in Germany" nicht mehr aus, um die Verbraucher von einem Produkt zu überzeugen. Das technologische know how ist in vielen Ländern und Unternehmungen bereits vorhanden, so dass zur Unterscheidung im Wettbewerb anderen Kriterien - wie das äußere Erscheinungsbild der Unternehmen und ihrer Produkte - eine Rolle spielen.


"Produktpolitik ist die verwenderorientierte Entwicklung und Verändern von Produkten und deren Formgebung durch Herstellung bzw. die Mitwirkung hierbei durch den Händler.

Produktpolitik kann sein:


  1. Produktinnovation: Die Marktstellung eines Unternehmens gewinnt durch die Erfindung und Gestaltung eines neuen Produktes, z.B. Mobilfunkgerät, oder durch das Finden einer fortschrittlicheren Lösung eines technischen Problems, z:b. Straßenbeleg aus Recycling-Material
  2. Produktvariation: Vorhandene Produkte werden laufend dem neusten Stand der Technik entsprechend verbessert oder wegen der sich wandelnden Ansprüche der Käufer immer wieder verändert,, z.B. Autos, Fertighäuser
  3. Produktbeständigkeit: Langlebige Produkte werden für konservative Käufer unverändert weiter produziert, z.B. nachkaufbares Tafelgeschirr.
  4. Produkteliminierung: Der Hersteller eliminiert schlecht verkäufliche Produkte aus dem Produktionsprogramm und beschränkt sich auf bewährte Artikel, z.B. Streichung des Kombiwagens aus dem Fertigungsprogramm, nur der Coupé und die Limousine werden weiter produziert.
  5. Produktgestaltung: Die funktions- und stilgerechte Gestaltung des Produktes, das Design, wird zunehmend zum Merkmal, das ausgereifte Produkt voneinander unterscheidet und für den Abnehmer kaufentscheidend wird."
(Kaufmännische Beriebslehre, verfasst von Lehrern der wirtschaftswiss. Fachrichtung, Haan-Gruiten 2003, Europa-Lehrmittel, S. 261)

Soll ein neues Produkt in einem Unternehmen entwickelt werden, umfasst die Produktentwicklung zunächst "die rein technische Entwicklung, das Ergebnis ist meist eine Reihe von Modellen oder Prototypen. Hier kommt es wesentlich auf die Auswahl des Materials und die kundengerechte Konstruktion des Produktes an.

Darüber hinaus muss die Marktentwicklung durchgeführt werden. Die Bestimmung der Zielgruppe des Produktes (Teilmarkt) ist hier die zentrale Aufgabe. Hierauf stützen sich alle folgenden Entscheidungen.

  • Design, Form und Farbe eines Produktes müssen marktgerecht bestimmt werden. Bsp.: Für bestimmte Produkte hat der Verbraucher bestimmte Vorstellungen, die er verwirklicht sehen möchte. So erwartet die Mehrzahl der Verbraucher, dass die Trinkgefäße rund sind (dreieckige Tassen wären lediglich ein kurzfristiger Auftragsgag), Zahncreme muss weiß oder zumindest hell sein (schwarze oder braune Zahnpasta würde vom Markt abgelehnt).

  • Qualität des Produktes: Fast alle Produkte gibt es in unterschiedlichen Qualitätsstufen, die letztlich auch im Preis des Produktes zum Ausdruck kommen.
    Bsp.: Es gibt Bürostühle mit Kunststoff- oder Lederbezug, mit Naturfaser oder Kunstfaser usw. Hier entscheidet die Bestimmung der Zielgruppe über den Qualitätsstandard.

  • Die Namensgebung spielt für die Vermarktung eines Produktes eine große Rolle.
    Bsp.: Die Bezeichnung "ergo-design-natur" für einen Bürostuhl beinhaltet die Botschaft, dass dieser Stuhl einerseits ergonomischen Ansprüchen genügt und andererseits Umweltaspekte berücksichtigt wurden.

  • Verpackung: Sie soll das Produkt bei Transport und Lagerung nicht nur schützen, sondern auch zu Werbe- und Informationszwecken verwendet werden können.
    Bsp.: Was hielten Sie davon, wenn edler Wein in Dosen verpackt angeboten würde? Das wäre für Verbraucher ebenso unverständlich, wie Schreibblocks Umweltpapier in Plastikfolie einzuschweißen.

  • Produktnutzen: Verbraucher kaufen Güter, weil sie sich einen Nutzen davon versprechen. Dabei unterscheidet man zwischen dem Grundnutzen eines Produktes und seinem Zusatznutzen.
    Bsp.: Der Grundnutzen eines Autos liegt in der Möglichkeit, Personen oder Gegenstände schnell und bequem zu beliebigen Orten zu transportieren. Diesen Grundnutzen kann jedes beliebige Modell erbringen. Der Zusatznutzen eines Autos liegt unter anderem darin, dass der Besitzer damit sein Prestige heben kann das heißt, dass er sein Auto als Statussymbol betrachtet, ein besonders sparsames Modell fährt, ein besonders sicheres Auto besitzt und so weiter.
Weil viele Produkte in ihrem Grundnutzen austauschbar sind, wird der Kampf der Unternehmen um Marktanteile heute im Bereich des Zusatznutzens von Produkten ausgefochten, denn nur hier unterscheiden sich die Produkte wesentlich. So versucht man im Rahmen der Produktpolitik den Zusatznutzen von Produkten herauszustellen beziehungsweise immer neue Zusatznutzen zu erfinden, um sich von der Konkurrenz abzusetzen. Der Zusatznutzen kann sich aber auch in der Befriedigung von speziellen Kundenansprüchen ausdrücken.



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BWL (Wettbewerbsstrategien)

Wettbewerbsstrategien:
Das Prinzip der Wettbewerbsstrategie geht auf M. Porter zurück. Als Wettbewerbsstrategie ist jede Strategie zu verstehen, die die Verbesserung der eigenen Stellung im Wettbewerb mit der Konkurrenz zum Ziel hat. Eine Wettbewerbsstrategie muss grundsätzlich auf die Erzeugung eines Wettbewerbsvorteil gerichtet sein.

Porter unterscheidet dabei folgende Arten:


  1. die Strategie der Kostenführerschaft
  2. die Strategie der Differenzierung, (Qualitätsführerschaft)
  3. die Strategie der Schwerpunktkonzentration, (Nieschenstrategie)

Kostenführerschaft
Die Kostenführerschaft setzt sich zum Ziel, der kostengünstigste Anbieter zu sein bzw. zu werden, um daraus einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen. Für ein Unternehmen bedeutet das, dass es nach einem Preiskrieg auch dann Profit erwirtschaften kann, wenn alle anderen Mitbewerber in die Verlustzone gesunken sind.
Dies kann z.B. erreicht werden


  1. durch einen natürlichen Vorteil, wie einen günstigen Standort oder
  2. durch bewusstes Rationalisieren oder
  3. durch die Ausnutzung von Skaleneffekten (auch Größeneffekten) oder
  4. durch Prozessoptimierung.
Differenzierung
Die Differenzierung betont die Schaffung und Absicherung von einzigartigen, für den Kunden wichtigen Eigenschaften des Produkts, wie z.B. eine herausragende Produktqualität, guten Service oder einen bestimmten Vertriebsweg. Differenzierung besagt, dass etwas Einzigartiges z.B. i.S. einer Qualitätsführerschaft anzustreben ist, um sich vom Konkurrenten abzugrenzen. Weitere Differenzierungsmerkmale können z.B. Preis, Image oder Design sein. Dabei ist festzuhalten, dass es sich bei der Abgrenzung nicht um einen tatsächlichen, sondern um einen wahrgenommenen Unterschied handelt.
Nach Porter kann eine Differenzierungsstrategie unter Umständen einen großen Marktanteil ausschließen, z.B. da die Wahrnehmung von Exklusivität sich nicht mit hohen Marktanteilen vereinbaren lässt.

Schwerpunktkonzentration
Durch die Nischenstrategie soll sich das Unternehmen auf bestimmte Kunden, bestimmte Produkte oder bestimmte Regionen konzentrieren und die angestrebte Marktnische besetzen. Indem man sich auf die bestimmen Bedürfnisse innerhalb der Marktnischen einstellt, ist man in der Lage sich von den Konkurrenten abzugrenzen. Das ganze beruht auf der Annahme, dass ein Unternehmen aufgrund des eng gefassten Bereiches die Kunden besser mit Produkten oder Dienstleistungen versorgen kann, als breiter konkurrierende Mitarbeiter. Als Ergebnis erzielt das Unternehmen entweder hohe Differenzierung indem die Bedürfnisse einer Zielgruppe besser bedient werden oder eine günstige Kostensituation oder beides.




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Freitag, 14. März 2014

BWL (Investition und Finanzierung)

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Außenfinanzierung und Innenfinanzierung:
Vor jeder Finanzierungsmaßnahme muss sich der Unternehmer entscheiden, ob er die benötigten Geld- oder Sachmittel von außen beschaffen muss oder dem Unternehmen selbst entnehmen kann. Bei der Gründung einer Unternehmung muss Kapital von außen zufließen, da die Finanzierung von innen aufgrund des erst beginnenden Umsatzprozesses (zumeist) noch nicht möglich ist. Zunächst einmal lässt sich die Finanzierung nach der Herkunft des Kapitals unterscheiden. Eine Außenfinanzierung liegt vor, wenn dem Unternehmen Kapital von außen, also nicht aus dem betrieblichen Umsatzprozess, zufließt. Dies kann durch weitere Kapitaleinlagen der Gesellschafter, durch die Aufnahme neuer Gesellschafter und/ oder durch Kapitalgewährungen von Gläbigern (z.B. Kreditgeber) geschehen.

Bei der Innenfinanzierung werden die benötigten Finanzmittel vom Unternehmen selbst (von innen heraus) aufgebracht. Das bedeutet einen Verzicht auf Gewinnentnahmen bzw. auf Gewinnausschüttung. Der Gewinn wird also ganz oder teilweise im Unternehmen einbehalten. Eine andere Möglichkeit ist die Finanzierung aus Abschreibungen. Die Finanzierung kann zwei Zielsetzungen haben: Zum einen kann sie darauf ausgerichtet sein, neue Finanzmittel zu bilden (Vermögenszuwachs), d.h. bereits vorhandene Finanzmittel werden wieder genutzt.


Möglichkeiten der Außenfinanzierung:
Wird dem Unternehmen durch den oder die Eigentümer von außen Kapital zugeführt, nennt man dies Eigenfinanzierung. Bei Einzelunternehmen erfolgt die Finanzierung aus eigenen Mitteln in der Weise, dass der Unternehmer (Geschäftsinhaber) private Mittel in das Unternehmen einbringt (z.B. Eigenkapital wird in das Geschäftskonto eingezahlt). Bei Personengesellschaften leiten ein oder mehrere Gesellschafter Einlagen aus ihrem Privatvermögen. Wie beim Einzelunternehmen können diese Einlagen aus Geldkapital oder Sachkapital bestehen. Da das Eigenkapital vom Einzelunternehmer oder den Gesellschaftern selbst aufgebracht wird, spricht man auch von Einlagenfinanzierung. Ebenfalls durch Einlagen der Gesellschafter wird das erforderliche Eigenkapital bei den Kapitalgesellschaften aufgebracht. Bei einer Aktiengesellschaft beispielsweose geschieht dies durch die Emission (Ausgabe) von Aktien. Da die Aktiengesellschaft eine juristische Person ist, kann der Aktionär nicht Eigentümer, sondern nur Teilhaber an der Aktiengesellschaft sein. Die Eigenfinanzierung bei Kapitalgesellschaften wird deshalb auch als Beteiligungsfinanzierung bezeichnet.
Reichen die eigenen Finanzmittel des Unternehmens zur Finanzierung nicht aus, ist das Unternehmen darauf angewiesen, Geld oder Sachgüter von Fremden (Kredit) aufzunehmen.

Die Fremdfinanzierung ist die Beschaffung fremder Finanzmittel, die für eine bestimmte Zeit unter anderem von Banken, Privatpersonen oder evtl. sogar vom Staat, zumeist gegen Zinszahlung zur Verfügung gestellt werden. Damit entsteht hier kein Beteiligungs-, sondern ein Kreditverhältnis. Der Kredit wird dem Unternehmen gewährt, wenn das Unternehmen den Kreditgeber davon überzeugen kann, Zins und Tilgung vereinbarungsgemäß zu leisten. Hierfür muss der Kreditnehmer dem Kreditgeber beispielsweise entsprechende Kreditsicherheiten (z.B. Grundstücke, Gebäude, Wertpapiere) überlassen.
Eine wichtige Möglichkeit der Finanzierung mit Sachmittel ist das Leasing. Hierbei erwirbt der Leasingnehmer das Recht das geleaste Objekt (z.B. Maschinen, Fahrzeuge, Computer, ganze Fabrikanlagen) zu nutzen. Der Abschluss von Leasingverträgen erleichtert dem Unternehmen, seine Anlagen auf einem modernen Stand zu halten, wil er das geleaste Objekt zurückgeben und eine neue Investitionsentscheidung treffen kann.


Möglichkeiten der Innenfinanzierung:
Hinsichtlich der Innenfinanzierung wird die Selbstfinanzierung im engeren Sinne (i.e.S.) und die Selbstfinanzierung aus Abschreibung unterschieden. Bei der Selbstfinanzierung i.e.S. gibt es wiederum zwei Möglichkeiten. Je nachdem, ob die Selbstfinanzierung aus der Bilanz ablesbar ist oder nicht, unterscheidet man die offene und die verdeckte Selbstfinanzierung.
Bei der offenen Selbstfinanzierung werden die Gewinne, die den Eigenkapitalgebern zustehen, nicht entnommen bzw. ausgeschüttet, sondern für zusätzliche Investionen herangezogen. Somit erhöht sich das Eigenkapital des Unternehmens. Beispielsweise wird bei Personenunternehmen der nicht entnommene Gewinn den Kapitalgebern gutgeschrieben. Bei Kapitalgesellschaften wird der nicht ausgeschüttete Gewinn in den Gewinnrücklagen offen ausgewiesen.
Ein wichtiger Grundsatz für Kaufleute ist es, bei der Darstellung der Vermögenslage eher pessimistisch als optimistisch zu sein (Vorsichtsprinzip). Wenn der Unternehmer den tatsächlichen Wert seiner Vermögensgegenstände nicht genau kennt (z.B. was der Geschäftswagen tatsächlich noch wert ist), soll er diesen in der Bilanz eher mit einem niedrigen Wert ansetzen. Mögliche Schulden (z.B. Steuernachzahlungen, deren genaue Höhe noch nicht bekannt ist) werden mit einem eher hohen Wert in der Bilanz ausgewiesen.
Die verdeckte Selbstfinanzierung entsteht durch solch eine Unterbewertung des Vermögens oder Überbewertung der Schulden. Hiermit bilden sich so genannte stille Reserven. Die Auflösung dieser stillen Reserven durch den Verkauf von unterbewerteten Vermögen (z.B. der Verkauf des Geschäftswagens für 8.000€, obwohl derselbe in der Bilanz mit 3.000€ bewertet wurde) oder die Bezahlung überbewerteter Schulden (z.B. höhere Steuernachzahlung als in der Bilanz veranschlagt) führt zu Erträgen.
Zur Leistungserstellung ist es notwendig, Anlagen, Fahrzeuge oder Fabrikhallen zu kaufen. Diese verlieren durch Nutzung, kaufmännische oder technische Überholung sowie Zeitablauf an Wert. Bei der Selbstfinanzierung aus Abschreibungen wird das Anlagevermögen (z.B. Maschinen) über die in den Verkaufserlösen enthalten Abschreibungen schrittweise wieder in liquide Mittel überführt. Ein Unternehmen fertigt z.B. mit 10 gleichen Maschinen zu je 5.000€ ihre Produkte. Pro ja verliert jede Maschine 600€ ihres Wertes. Da diese Wertverluste den Kunden im Verkaufspreis in Rechnung gestellt werden, bekommt der Unternehmer dieses Geld jedes Jahr über die Verkaufserlöse wieder herein. Die Abschreibungsrückflüsse sind daher zunächst frei verfügbar. Beispielsweise kann das Unternehmen die herein fließenden Abschreibungserlöse auf einem Konto sparen oder die angesparten Gelder nach Ablauf der Nutzungszeit z.B. in neue Maschinen investieren (Ersatzinvestition).


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Donnerstag, 13. März 2014

BWL (Leasing)

Leasing wird aus dem Englischen 'to lease' abgeleitet und lässt sich mit "mieten, pachten" übersetzen. Im Gegensatz zu den übrigen Arten der Fremdfinanzierung handelt es sich beim Leasing nicht um einen Geld, sondern um einen Sachkredit. Beim Leasing räumt ein Leasinggeber (Hersteller oder Leasinggesellschaft) dem Leasingnehmer für eine bestimme Zeit ein Nutzungsrecht an einem Wirtschaftsgut ein. Hierfür zahlt der Leasingnehmer dem Leasinggeber ein Entgelt (Leasingrate). Als Leasinggegenstand eignen sich sowohl bewegliche (z.B. Fahrzeuge, Maschinen), als auch unbewegliche Wirtschaftsgüter (z.B. Fabrikhallen). Nach Beendigung der Vertragszeit hat der Leasingnehmer oft die Möglichkeit einen Verlängerungsvertrag abzuschließen oder das Wirtschaftsgut käuflich zu erwerben.

Beim Leasing können es zwischen folgende Leasing-Arten unterschieden werden:

Operate-Leasing (Gebrauchsleasing):
Beim Operate-Leasing wird keine Grundmietzeit vereinbart, so dass die Verträge jederzeit unter Einhaltung der vereinbarten Kündigungsfrist kündbar sind. Der Leasinggeber trägt Kosten für die Instandhaltung und Wartung und ersetzt den Leasinggegenstand bei einem Betriebsausfall. Aufgrund des vollen Investitionsrisikos für den Leasinggeber, kommt das Operate-Leasing nur bei solchen Wirtschaftsgütern zur Anwendung, die jederzeit anderweitig vermietet werden können (z.B. Fahrzeuge, Telefonanlagen).



Finance-Leasing (Finanzierungsleasing):
Beim Finance-Leasing ist eine feste Grundmietzeit vereinbart, innerhalb dieser darf der Vertrag nicht gekündigt werden. Die Grundmietzeit liegt dabei deutlich unter der betriebsgewöhnlichen Nutzdauer des Leasingsobjektes. Der Leasingnehmer trägt die laufenden Betriebsausgaben und das Risiko eines Betriebsausfalls. Das volle Investitionsrisiko trägt somit der Leasingnehmer. Das Finance-Leasing kommt auch bei solchen Wirtschaftsgütern zur Anwendung, die sich nicht problemlos anderweitig vermieten lassen (z.B. Werkstatt, Spezialmaschine).

Der Leasinggeber rechnet in die Leasingrate folgende Kosten ein:

Anschaffungs- oder Herstellungskosten, Finanzierungskosten (z.B. Abschreibungen des Wirtschaftsgutes), Verwaltungskosten, evtl. anfallende Wartungs- Reparaturkosten, Risikoprämie und natürlich einen Gewinn.

Dienstag, 11. März 2014

BWL (Unternehmensziele)

Unternehmensziele:

Alle Wirtschaftlichsbetriebe verfolgen Ziele, die sie mit unterschiedlichen Methoden und Maßnahmen erreichen wollen.

Sachziele:

Unter einem Sachziel versteht man den sachlichen Inhalt bzw. den sachlichen Zweck eines Unternehmens, der bei der Gründung eines Unternehmens im Handelsregister, dem Verzeichnis aller Unternehmen in einem Bezirk, angegeben werden muss.

Wirtschaftliche Ziele:

Das Sachziel eines Unternehmens ist letztlich nur ein Mittel zur Erreichung anderer, nämlich wirtschaftlicher Ziele, wie angemessener Gewinn und Verzinsung des eingesetzten Kapitals.

Soziale Ziele:

Unternehmen verfolgen auch soziale Ziele, die sich vorwiegend auf ihre Mitarbeiter beziehen.
Zu den sozialen Zielen gehören auch die Übernahme von sozialer Verantwortung, insbesondere gegenüber sozial benachteiligten Gruppen.

Ökologische Ziele:

Sie werden im Zielsystem eines Unternehmens zunehmend wichtiger. Das Anstreben ökologischer Ziele drückt die Verantwortung von Unternehmen gegenüber ihrer Umwelt aus.

Zielbündel bzw. Zielsystem:

Jedes Unternehmen verfolgt gleichzeitig mehrere Ziele. So hat jedes Unternehmen ein ganzes Zielbündel bzw. Zielsystem, das erreicht werden soll.
Das Zielsystem eines Unternehmens verändert sich mit den sich wandelnden Einflussfaktoren auf das Unternehmen aus Politik, Gesellschaft, von Konkurrenz und Kunden. Neue Ziele werden erkannt oder die Bedeutung einiger Ziele kann sich ändern.

Zielharmonie, Zielkonflikte:

Das Erreichen von wirtschaftlichen Zielen ist nur in Verbindung mit sozialen und ökologischen Zielen denkbar. Wenn betriebliche Ziele sich gegenseitig ergänzen, liegt Zielharmonie vor.
Wenn gleichzeitig verschiedene Ziele angestrebt werden, kann es zu Zielkonflikten kommen. Ein Zielkonflikt entsteht, wenn sich zwei oder mehrere Ziele gegenseitig behindern oder ausschließen.


BWL (Der Markt)

Güter Markt: Markt auf dem hergestellte Güter an Endverbraucher abgesetzt werden.

Faktor Markt: Markt auf dem die Unternehmen die zur Güterproduktion notwendigen Produktionsfaktoren und Einsatzmengen (Rohstoffe, Bauteile, Erzeugnisse) einkaufen

Markt:

  • Ort wo Anbieter und Nachfrager zusammenkommen, um zu Handeln
  • nicht an einem bestimmten Ort gebunden
  • virtuelle Orte
  • räumlich und zeitlich fest organisierte Treffpunkte
  • Gegensätzliche Interessen von Käufer und Verkäufer
Kriterien:
  • homogene Güter
  • vollkommene Markttransparenz
  • Punktmarkt
  • offener Markt
  • schnelle Anpassung an Marktänderung
  • keine Preferenzen (-räumliche, zeitlich, sachlich, persönlich)

Montag, 10. März 2014

BWL (Unternehmensarten)

OHG (offene Handelsgesellschaft)


Rechtsgrundlagen : HGB, BGB
Juristische Personen : Nein
Entstehung : Gesellschaftsvertrag, spätestens mit Eintrag ins Handelsregister
Firma : beliebiger Name + rechtsform
Mindestgründerzahl : 2 Personen
Mindestkapital : nicht vorgeschrieben
Geschäftsführung : gesetzlich ist jeder Gesellschafter; allein zur Geschäftsführung berechtigt
Vertretung : jeder Gesellschafter hat recht Geschäfte mit dritten abzuwickeln
Ergebnisverteilung : Anteile können selbst entschieden werden
Risiko der Gesellschafter : Geschäftsvermögen, sowie Privatvermögen
Haftung für Verbindlichkeiten ggü. Dritten : alle Gesellschafter haften Persönlich
Ausscheiden aus der Gesellschaft : mit Frist von mind. 6 Monaten
Besonderheiten : Familienunternehmen

AG (Aktiengesellschaft)


Rechtsgrundlagen : HGB, AktG
Juristische Personen : Ja
Entstehung : mit Eintrag ins Handelsregister
Firma : beliebig + Rechtsform
Mindestgründerzahl : einer oder mehrere Personen
Mindestkapital : 50.000€
Geschäftsführung : Ja, wird eine Person gewählt
Vertretung : Ja, wird eine Person gewählt
Ergebnisverteilung : Gewinne können als Rücklage für die AG zurückgelegt werden oder aber als Defidene an die Aktionäre verteilt werden
Risiko der Gesellschafter : Die Aktie kann an Wert verlieren
Haftung für Verbindlichkeiten ggü. Dritten : Die Aktionäre haften mit dem Investiertem
Ausscheiden aus der Gesellschaft : Die Aktionäre können ihre Anteile verkaufen
Besonderheiten : geringes Risiko durch teilhafter

KG (Kommaditgesellschaft)


Rechtsgrundlagen : HGB
Juristische Personen : Nein
Entstehung : ist ein Zusammenschluss von mind. 2 Gesellschaftern
Firma : beliebige Namen + Rechtsform
Mindestgründerzahl : 2 Gesellschaftern
Mindestkapital : nicht festgelegt
Geschäftsführung : Berechtigt sind nur die Komplementären
Vertretung : jeder Komplementär hat das recht die Vertretung zu sein
Ergebnisverteilung : jedem Gesellschafter stehen 4% zu
Risiko der Gesellschafter : jeder Gesellschafter haftet mit Gesellschaftsvermögen + Privatvermögen
Kommanditisten haften mit ihrem Kapitalvermögen
Haftung für Verbindlichkeiten ggü. Dritten : durch Gesetzt geregelt
Ausscheiden aus der Gesellschaft : Frist mind. 6 Monate
Besonderheiten :

  • häufig Familienunternehmen
  • gerade in € fallen ist die KG sinnvoll
  • Familienangehörige nur als Teilhafter

GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung)

Rechtsgrundlagen : HGB, GmbHG
Juristische Personen : Ja; Gesellschaftsvertrag + Rechtsform
Entstehung : Eintrag ins Handelsregister
Firma : beliebig benannt werden
Mindestgründerzahl : 1. Person
Mindestkapital :

  • 25.000€ fest vorgeschrieben
  • bei mehreren Gesellschaftern, können die Anteile erhöht werden
  • mind. Stammeinlagen 100€

Geschäftsführung : beinhaltet das innen Verhältnis, aber auch den Vertreter gleich zu setzen; Geschäftsführung hat nur die Geschäftsführung Befugnis. Wird von der Gesellschaftsversammlung bestellt
Vertretung : sind auch in der Geschäftsführung gleich zu behandeln, beinhaltet das Außenverhältnis
Ergebnisverteilung : Anteile an Gesellschafter werden ausgezahlt
Risiko der Gesellschafter : Stammeinlagen können Verlust aufweisen, begrenzte Haftung
Haftung für Verbindlichkeiten ggü. Dritten : die Gesellschafter haften mit Stammeinlagen; kein Privatvermögen
Ausscheiden aus der Gesellschaft : Stammeinlagen können notariell an dritte Personen abgetreten werden, also verkauft werden
Besonderheiten :

  • GmbHs findest du Familienunternehmen
  • Unternehmen mittlerer Größe
  • Begrenzte Haftung
  • unkomplizierte und kostengünstige Gründung und enges Verhältnis zwischen Gesellschafter und Geschäftsführung
  • Gesellschaftsversammlung und Aufsichtsrat