Montag, 8. September 2014

Thomas Edison und seine Geschichte





Thomas Alva Edison

Lange galt Thomas Edison als "Erfinder der Glühbirne" - ein Titel, den man ihm inzwischen abgesprochen hat. Seinem Platz in den Geschichtsbüchern schadete das nichts, denn den Ruhm der Erfindung der Glühbirne hatte Edisoneigentlich gar nicht nötig. Der 1847 geborene Erfinder und Geschäftsmann hat auch so jede Menge vorzuweisen, denn an Geschäftstüchtigkeit und Produktivität konnte es kaum einer mit ihm aufnehmen. Für über tausend seiner noch viel zahlreicheren Erfindungen meldete er im Laufe seines Lebens Patente an. Aus diesem Grund wird bis heute der Erfindertag – der "National Inventors Day" - in den USA an Edisons Geburtstag, dem 11. Februar, gefeiert.

Edisons erste finanziell erfolgreiche Erfindung war 1868 die Erfindung eines Börsenkursanzeigers. Und als wissenschaftlicher Leiter des "Menlo Park Laboratoriums" entwickelte er 1876 den Phonographen, der ihn schlagartig weltberühmt machte. Als erstem Menschen war es ihm gelungen, Stimmen aufzunehmen und wieder abzuspielen. Diese Sprechmaschine entwickelte er aus einer heute Edison-Walze genannten Trommel, auf die Staniol gewickelt war. Eine Schreibspitze drückte darauf Vertiefungen ein. Beim Abspielen wurde die Trommel von Hand gedreht, wobei die Spitze eine Membran bewegte, die gesprochene Texte oder Musik wiedergab.
Die Liste von Edisons Erfindungen ist lang: Er bereitete mit dem Kohlekörnermikrofon den Weg für das Telefon, war an der Entwicklung der Schreibmaschine beteiligt und wir haben ihm die 35-Millimeter-Filmtechnik zu verdanken, mit der bis heute Kinofilme gedreht und auf die Leinwand gezaubert werden. Edison war ein Tausendsassa, vielseitig interessiert hat er sich im Laufe des Lebens mit fast jedem Bereich befasst.

Der Anfang von Edison

Thomas Edison wurde 1847 als letztes von sieben Kindern in Milan, in Ohio, geboren. Vermutlich aus ökonomischen Gründen nahmen ihn seine Eltern schon sehr früh von der Schule. Seine energische und gebildete Mutter Nancy unterrichtete ihn fortan selbst und entfachte dabei seine Leidenschaft für Bücher. Schon als Zwölfjähriger stieg Edison ins Geschäftsleben ein: Er verkaufte als “Trainboy“ Zeitungen und Süßigkeiten an Zugreisende. Trickreich schaffte er es sofort, andere für sich arbeiten zu lassen, so dass er lesend im Gepäckwagen sitzen konnte. Er errichtete sich dort sogar ein kleines Laboratorium, in dem er das Gelesene durch erste Experimente in die Praxis umzusetzen konnte. Auch brachte er eine eigene Zeitung heraus, die er ebenfalls im Zug verkaufte. Nachdem er die Chance auf eine Ausbildung bekommen hatte, reiste er schließlich schon mit 16 Jahren als ausgebildeter Telegraph durch die USA. Und mit 21 begann seine Erfinderkarriere. 1868 meldete Edison seine erste Erfindung zum Patent an: einen elektrochemischen Stimmenzähler zur Beschleunigung von Abstimmungen. Dieser kam jedoch niemals zum Einsatz, da es keine entsprechende Nachfrage gab. Ein Schicksal, das ihm eine Lehre für sein weiteres Geschäftsleben war.



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