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Donnerstag, 20. August 2015

Geschichte der Tinte (Teil 3)

High-Tech-Tinte

Im Zeitalter von Computern und Druckern hat sich die Tinte  weiterentwickelt. Ihre Substanzen sind genau auf die Funktionsweise des Tintenstrahldruckers abgestimmt. Als Basis dienen in der Regel synthetische lichtbeständige Pigmente. Bei Farb-Tintenstrahldruckern entstehen Kombinationen aus Cyan, Gelb, Magenta und Schwarz.
Beim Tintenstrahl-Druckverfahren wird die Tinte dabei auf 150 Grad Celsius erhitzt. Diese Temperatur muss sie dabei aushalten, ohne sich zu zersetzen. Wichtig ist es, dass nach dem Druckvorgang keine festen Tintenbestandteile absetzen, die den Druckkopf zerstören könnten. Beim Druck ist die Menge und Flugrichtung der abgegebenen Tinte sehr wichtig, welche sich sich nach Zusammensetzung und Fließverhalten richtet.

Montag, 17. August 2015

Geschichte der Tinte (Teil 3)

Tinten und Stahlfedern

Ab 1750 wurden die ersten Schreibfedern aus Metall zur Mode, deswegen musste man die Tintenrezeptur verändern: Die Salze der Tinte setzten den Stahlfedern so zu, dass sie schon nach kurzem Gebrauch rosteten. Im 19. Jahrhundert begann die Zeit der Normen: Das deutsche Reichskanzleramt gab 1888 "Die Grundsätze für amtliche Tintenprüfung" heraus, welche 1912 noch weiter ergänzt wurde.
Die ersten Modelle kamen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf den Markt. Füller waren zunächst noch recht umständlich und undicht, sie wurden deswegen mit einer Pipette betankt. Doch 1883 erfand Lewis E. Waterman ein neues Tintenleitsystem und setzte mit seinem Füllfederhalter "Waterman Regular" noch heute gültige Standards.

Sonntag, 16. August 2015

Geschichte der Tinte (Teil 2)

Die ersten Bücher entstehen

Bis 400 nach Christus wurde überwiegend auf Papyrus geschrieben. Dann entdeckte man die Vorzüge des Pergaments: Leder, bevorzugt Kalbsleder, dieses wurde so penibel gegerbt und abgeschabt, bis es so dünn und durchscheinend war. Es ließ sich beidseitig beschreiben und schluckte weder Farbe noch Tinte, sodass die ursprüngliche Färbung nicht verblich. Darüber hinaus war es haltbar, wetterfest und die einzelnen, beliebig großen Blätter konnten miteinander verschnürt werden - dadurch entstand das Buch.
Bis zur Einführung von Papier im 13. Jahrhundert - welches bereits 100 vor Christus hatten es bereits die Chinesen erfunden wurde- blieb das Pergament das wichtigste zum beschreiben. 
Auch farbige Tinten entstanden auf mineralischer, pflanzlicher und tierischer Basis. Die Alchimisten des Mittelalters experimentierten mit Ruß und pulverisierten Mineralien, Eiweiß und Wein. Doch die schwarze und wasserfeste, so genannte Eisengallustinte war bereits den Römern bekannt: Sie galt als Schreibmittel für die Ewigkeit.

Geschichte der Tinte (Teil 1)

Tinte aus Ruß und Sepia


Vor 5000 Jahren schrieben die Ägypter mit Binsen auf Papyrus. Damals existierten schon schwarze und rote Tinte - sie wurden aus Ruß oder Eisenoxydhaltigen Erden, Wasser und einem gummiähnlichen Bindemittel hergestellt.
Auch die Chinesen haben schon früh geschrieben: 2600 vor Christus trugen sie dazu eine Art Lack mit einem Bambusstab auf. Später wurde auch dort die Tinte aus Ruß, der beim Verbrennen aus Lack und Nadelholzkohle entstand, gebräuchlich. In Stangen gepresst rieb man diese Trockenfarbe so lange im Wasser, bis man damit schreiben konnte.
Unter den zahlreichen überlieferten Tintenrezepten finden sich einige, die aus dem Tintenfisch gewonnen wurden. Sepia heißt der dunkelbraune Farbstoff, der heute noch aus der Tintenblase des gleichnamigen Meeresbewohners stammt. Nach dem Trocknen wird der Farbstoff im Mörser pulverisiert, zum Schreiben rührt man das Pulver mit Regenwasser und dem Bindemittel Gummi Arabicum an.