- · Die historische Entwicklung der Biokunststoffe reicht bis zu den Anfängen der modernen Polymerchemie zurück und ist somit deutlich älter, als es die erst in den letzten Jahrzehnten intensivierten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zunächst vermuten lassen. Die ersten in technischem Maßstab für den Massenmarkt produzierten Kunststoffe waren sowohl biobasiert, als auch biologisch abbaubar / kompostierbar. Der Beginn der technischen Produktion von Celluloid aus Cellulose und Campher ab 1869 stellt somit gleichzeitig den Ausgangspunkt der Entwicklung von Biokunststoffen dar.
- · Jahr 1917 entdeckte der deutsche Chemiker Hermann Staudinger die „hochmolekulare Verbindungen“, welche Bestandteile der Kunststoffe sind. Ab diesem Zeitpunkt kam es weltweit zu einem „Plastikboom“. Aber schon nach kurzer Zeit wurde klar, daß diese Kunststoffe aufgrund ihrer schlechten Abbaubarkeit die Natur erkennbar belasten
- · Ab 1923 folgte mit Cellophan („Zellglas“) ein weiterer, hauptsächlich zur Herstellung von Verpackungsmaterialien eingesetzter, biobasierter und biologisch abbaubarer / kompostierbarer Kunststoff, der im technischen Maßstab produziert wurde
- · Die 1924 erstmals auf biologisch-chemischem Wege zur technischen Verwendung synthetisierte Polyhydroxybuttersäure konnte dagegen zu dieser Zeit nicht den Status der kommerziellen Produktion erreichen
- · Die technische Entwicklung biobasierter, biologisch abbaubarer / kompostierbarer Kunststoffe wurde in Forschung und Entwicklung ab 1980 vor dem Hintergrund einer stärkeren argumentativen Gewichtung von Nachhaltigkeitsaspekten wie einer erneuerbaren Rohstoffbasis und „geschlossene[n] Stoffkreisläufe[n]“ eingeläutet
- · Jüngste Entwicklungen zeigen eine Tendenz hin zu beständigen Kunststoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Vor dem Hintergrund einer „Limitierung […] petrochemische[r] Rohstoffe“ sollen diese Biokunststoffe der 3. Generation Anwendung in Bereichen finden
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Dienstag, 20. Dezember 2016
Historische Entwicklung von abbaubaren Kunststoffen
Montag, 19. Dezember 2016
Wann sind Anwendungen von biologisch abbaubaren Werkstoffen prinzipiell sinnvoll?
·
Wenn die Funktion des biologischen Abbaus verlangt wird,
z.B. Kompostbeutel, Gittertöpfe.
· Wenn der biologische Abbau vorgeschrieben wird, z.B.
Friedhofsartikel.
· Wenn konventionelles Recycling aufwendig, schwierig
oder nicht möglich ist, eine Wiederverwertung aber gefordert ist, z. B.
(Lebensmittel-) Verpackungen, Fast Food Artikel, Hygieneprodukte wie Windeln,
Damenbinden, Inkontinenzartikel etc.
· Wenn die besonderen Eigenschaften des Material zu
ökonomisch günstigen Lösungen führen können, z.B. Coextrusion von Stärkeblends
als Sauerstoffbarriere.
Welche arten von abbaubaren Kunststoffen es gibt (abbaubare Kunststoffe)
·
Biologisch abbaubare
Biokunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen
o
Biologisch abbaubare
Biokunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen pflanzlichen Ursprungs
§
Werden aus
Modifikation pflanzlicher Rohstoffe gewonnen
o
Biologisch abbaubare
Biokunststoffe mikroorganismischer Synthese
§
synthetisierbaren
Biokunststoffe
·
besteht aus
Polymilchsäure
o
Biologisch abbaubare
Biokunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen tierischen Ursprungs
·
Besteht aus „Chitin
und Chitosan aus Krabbenschalen“
o
Biologisch abbaubare
Biokunststoffe aus fossilen Rohstoffen
Besteht aus verschiedenen Polyester, Polyamide und
Copolymere aus unterschiedlichen Monomereineiten
Donnerstag, 15. Dezember 2016
Donnerstag, 1. Dezember 2016
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