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Posts mit dem Label abbaubare kunststoffe werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
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Dienstag, 10. Januar 2017
Woraus bestehen abbaubare Kunststoffe
Unterschied zwischen Kunststoff und abbaubaren Kunststoffen
Kunststoff:
- Kunststoffe
verrotten nur sehr langsam. Die nicht fachgerechte Beseitigung von
Kunststoffabfällen wird daher mit dem steigenden Kunststoffverbrauch zu
einem Problem.
- Verrottung
nach 350-500 Jahren
Abbaubare Kunststoffe:
·
Verrottung nach 90 Tagen bis hin zu 15 Jahren
·
Keine Schadstoffe
·
Sie enthalten keine Zusätze wie Weichmacher oder
Stabilisatoren
·
Die Rohstoffe wachsen in der Natur immer wieder nach, keine
Rohstoffknappheit
Freitag, 6. Januar 2017
Rohstoffe und Biokunststofftypen
Stärke und
Stärkeblends
·
Hauptartikel: Thermoplastische Stärke und Stärke
o
Die Rohmasse wird von Beiprodukten wie Proteinen, Pflanzenölen und Pflanzenfasern gereinigt und entsprechend für die Nutzung vorbereitet.
·
Herstellung und Gewinnung:
o Hinzufügen
von Weichmachern und Plastifizierungsmitteln wie Sorbit und Glycerin.
o Durch
unterschiedliche Konzentration dieser natürlichen Additive wird dann die
Verarbeitbarkeit verbessert und die sogenannte thermoplastische Stärke (TPS)
gewonnen.
o Weiter verarbeitet zu den Stärkeblend (Pharmainudstrie)
Celluloseprodukte
·
natürliches Biopolymer aus Zuckermolekülen dar.
o Baumwolle fast 95 Prozent
o Hanf 75 Prozent
o Hartholz 40 bis 75 Prozent
o Weichholz 30 bis 50 Prozent
·
Herstellung und Gewinnung:
o
Cellulose ist in den
Zellwänden der Pflanzen in genügender Menge verfügbar. Bei der Verarbeitung
wird zunächst durch Veresterung der Hydroxylgruppen das sogenannte Primäracetat
gewonnen
o
weiteren Schritt
mittels partieller Hydrolyse zum Sekundäracetat weiterverarbeitet wird
o
daraus entsteht ein
transparenter Duroplast
Polymilchsäure (PLA)
·
Hauptartikel: Polymilchsäure
o Die Polymilchsäure (Polylactid, PLA) entsteht
durch Polymerisatio
von Milchsäure, die wiederum ein Produkt der Fermentation aus Zucker und Stärke durch Milchsäurebakterien
ist.
o Weitere Eigenschaften können durch Copolymer wie Glykolsäure
erreicht werden.
·
Entstehung und Gewinnung
o Durch Fermentation erzeugen Milchsäurebakterien aus
Zucker die Glycolsäure. In der Natur bildet diese Säure eine Ringstruktur
(cyclisierte Esterbildung).
o Um daraus den Biokunststoff zu erzeugen, muß die
Ringstruktur unter Verwendung eines Katalysators und Temperaturen von 140 –
180°C geöffnet werden
o Durch Compoundierung, Zugabe von unterschiedlichen
Additiven, kann man gebrauchsfertige PLA-Blends mit unterschiedlichen
Eigenschaften erzeugen.
Polyhydroxyalkanoate, speziell
Polyhydroxybuttersäure (PHB)
·
Hauptartikel: Polyhydroxyalkanoate und Polyhydroxybuttersäure
o
auf Basis von Zucker und Stärke hergestellt werden
o
Synthese ist jedoch auch aus anderen Nährstoffen wie Glycerin
und Palmöl möglich
Weitere
Biopolymere
·
Lignin-Kunststoff
o Arboform
§ Hauptbestandteile von Holz
§ besteht aus hochkomplexen Makromolekülen (Polymeren)
·
für
Konsumgüter und in der Automobilbranche
·
Herstellung und Gewinnung:
o Das aus drei verschiedenen Monomerbausteinen bestehende
Biopolymer hat einen langen Weg hinter sich, bis es von der
Biokunststoffindustrie entdeckt wurde
o Durch Beimengen von Naturfasern wie Cellulose, Hanf oder
Flachs wird ein Biokunststoff (z.B. Arboform ®) erzeugt, welches beliebig
formbar und härter als Holz ist.
·
Chitin
o Chitin, welches aus Krabbenschalen gewonnen wird, besteht
aus mehreren Monomeren
o Um es für die Industrie nutzbar zu machen, muss es zu
Chitosan modifiziert werden
·
Chitosan
o Ist ein Biopolymer, ein natürlich
vorkommendes Polyaminosaccharid
§ für Fasern, Schaumstoffe, Membranen und Folien
·
Herstellung und Gewinnung:
o Krabbenschalen zunächst bei 80°C getrocknet und durch
Zugabe von Natronlauge von Proteinen gereinigt. Dabei bildet sich Natriumacetat
und das Chitin.
o Man gewinnt so aus 15 gr. Krabbenschalen nur 3 gr.
Chitin. Durch eine alkalische Hydrolyse wird das Chitin zum Chitosan umgewandelt.
Auf diese Weise gewinnt man schließlich 1,5 gr. Chitosan. Zu diesem wird
Essigsäure beigemengt, um die Eigenschaften eines Kunststoffes zu erzeugen.
·
Verwendung:
o in der Medizintechnik (Wundheilung,
Orthopädie, chirurgische Fäden, Depotwirkung bei Medikamenten, Kapseln für
Medikamente)
o in der Kosmetik (Feuchtigkeitscreme,
Haarverfestiger, Zahnpasta)
o als Nahrungsergänzungsmittel
(Fettfalle /Schlankheitsmittel)
o in der Landwirtschaft (Coating von
Saatgut, fungistatische Wirkung, wachstumshemmend für Bakterien)
o in biologischen Kläranlagen
(Verbesserung der biologischen Klärstufe)
o in Farben (als Zusatzstoff)
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Dienstag, 20. Dezember 2016
Historische Entwicklung von abbaubaren Kunststoffen
- · Die historische Entwicklung der Biokunststoffe reicht bis zu den Anfängen der modernen Polymerchemie zurück und ist somit deutlich älter, als es die erst in den letzten Jahrzehnten intensivierten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zunächst vermuten lassen. Die ersten in technischem Maßstab für den Massenmarkt produzierten Kunststoffe waren sowohl biobasiert, als auch biologisch abbaubar / kompostierbar. Der Beginn der technischen Produktion von Celluloid aus Cellulose und Campher ab 1869 stellt somit gleichzeitig den Ausgangspunkt der Entwicklung von Biokunststoffen dar.
- · Jahr 1917 entdeckte der deutsche Chemiker Hermann Staudinger die „hochmolekulare Verbindungen“, welche Bestandteile der Kunststoffe sind. Ab diesem Zeitpunkt kam es weltweit zu einem „Plastikboom“. Aber schon nach kurzer Zeit wurde klar, daß diese Kunststoffe aufgrund ihrer schlechten Abbaubarkeit die Natur erkennbar belasten
- · Ab 1923 folgte mit Cellophan („Zellglas“) ein weiterer, hauptsächlich zur Herstellung von Verpackungsmaterialien eingesetzter, biobasierter und biologisch abbaubarer / kompostierbarer Kunststoff, der im technischen Maßstab produziert wurde
- · Die 1924 erstmals auf biologisch-chemischem Wege zur technischen Verwendung synthetisierte Polyhydroxybuttersäure konnte dagegen zu dieser Zeit nicht den Status der kommerziellen Produktion erreichen
- · Die technische Entwicklung biobasierter, biologisch abbaubarer / kompostierbarer Kunststoffe wurde in Forschung und Entwicklung ab 1980 vor dem Hintergrund einer stärkeren argumentativen Gewichtung von Nachhaltigkeitsaspekten wie einer erneuerbaren Rohstoffbasis und „geschlossene[n] Stoffkreisläufe[n]“ eingeläutet
- · Jüngste Entwicklungen zeigen eine Tendenz hin zu beständigen Kunststoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe. Vor dem Hintergrund einer „Limitierung […] petrochemische[r] Rohstoffe“ sollen diese Biokunststoffe der 3. Generation Anwendung in Bereichen finden
Montag, 19. Dezember 2016
Wann sind Anwendungen von biologisch abbaubaren Werkstoffen prinzipiell sinnvoll?
·
Wenn die Funktion des biologischen Abbaus verlangt wird,
z.B. Kompostbeutel, Gittertöpfe.
· Wenn der biologische Abbau vorgeschrieben wird, z.B.
Friedhofsartikel.
· Wenn konventionelles Recycling aufwendig, schwierig
oder nicht möglich ist, eine Wiederverwertung aber gefordert ist, z. B.
(Lebensmittel-) Verpackungen, Fast Food Artikel, Hygieneprodukte wie Windeln,
Damenbinden, Inkontinenzartikel etc.
· Wenn die besonderen Eigenschaften des Material zu
ökonomisch günstigen Lösungen führen können, z.B. Coextrusion von Stärkeblends
als Sauerstoffbarriere.
Welche arten von abbaubaren Kunststoffen es gibt (abbaubare Kunststoffe)
·
Biologisch abbaubare
Biokunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen
o
Biologisch abbaubare
Biokunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen pflanzlichen Ursprungs
§
Werden aus
Modifikation pflanzlicher Rohstoffe gewonnen
o
Biologisch abbaubare
Biokunststoffe mikroorganismischer Synthese
§
synthetisierbaren
Biokunststoffe
·
besteht aus
Polymilchsäure
o
Biologisch abbaubare
Biokunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen tierischen Ursprungs
·
Besteht aus „Chitin
und Chitosan aus Krabbenschalen“
o
Biologisch abbaubare
Biokunststoffe aus fossilen Rohstoffen
Besteht aus verschiedenen Polyester, Polyamide und
Copolymere aus unterschiedlichen Monomereineiten
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