Samstag, 9. Mai 2015

Absolute und Inkrementale Wegmesssysteme

Inkrementale Wegmessung:


Bei diesem Messystem werden Abtasten eines Strichgitters gleich große Messchritte (inkremental) addiert oder subtrahiert. Die Summe der Zählimpulse entspricht dem Weg des Schlittens. Parallel zum Strichgitter sind über die gesamte länge codierte Referenzmarken mit bekannter Position angebracht, damit nach dem Einschalten der Maschine oder bei Stromausfall der Schlitten festgestellt werden kann

  • Messstrecke wird in gleich große Messschritte unterteilt


Absolute Wegmessung:


Bei absoluten Wegmesssystem ist jedem Teilungsschnitt ein exakter Zahlenwert zugeordnet. Die Abtasteinrichtung erfasst durch die lichtdurchlässigen und undurchlässigen Markierungen auf dem Maßstab die Stellung des Schlittens. Nach dem Einschalten der Versorgungsspannung sieht die Position der Maschinenachse ohne Anfahren einer Referenzmarke fest.
  • Es werden Maßstäbe mit bestimmten schwarz-weiß Mustern verwendet, welche verschlüsselte Zahlen darstellt (codelineal).

Freitag, 8. Mai 2015

Erfindung der Schrift (Teil 1)

Vom Bildzeichen zur Hieroglyphe

Vor 5000 Jahren herrschten noch schwerfällige Bilderschriften vor,  in Ägypten entstanden die Hieroglyphen und in den sumerischen Kulturen entstanden die ersten Keilschrifttafeln. Doch zunehmend wurde eine raschere Form des Schreibens benötigt, und dafür benutzte man Zeichen mit einer lautlichen Zuordnung, das heißt ein Zeichen entsprach einem Laut.
Es entstanden stilisierte, abstraktere Zeichen, die Schrift wurde komplexer, aber auch genauer. In Ägypten erfuhren die Hieroglyphen eine Verknüpfung mit Lauten. Das daraus entstandene, komplizierte Schriftsystem war so erfolgreich, dass es 3000 Jahre unverändert bestehen blieb. Eine Hieroglyphe konnte dabei ein ganzes Wort oder auch nur einen einzelnen Laut (Phonogramm) symbolisieren. Einige der Hieroglyphen sind daher den Buchstaben der Alphabet-Schriften vergleichbar.
Als eine alternative Schriftform zu der sehr umständlichen und zeitaufwendigen Hieroglyphenerstellung, entwickelte sich in Ägypten die hieratische Schrift, eine Kursivschrift, die ab dem zweiten Jahrtausend vor Christus mit dem Pinsel auf Papyrus aufgetragen wurde. Ab dem 7. Jahrhundert vor Christus tauchte in Ägypten eine weitere variante der Schrift auf, die demotische Schrift, die als Dialekt Unterägyptens auch eine eigene Sprachform darstellte.

Montag, 4. Mai 2015

Handy zeigt 3G, H, H+, E und G in der Leiste oben - Was bedeutet das?


  • GSM (‘G’)
    DL-Geschwindigkeiten zwischen 14.4 kbit/s bis 55.7 kbit/s
    Dies ist der älteste Funkstandard im D-Netz. Die maximale Geschwindigkeit ist in etwa so hoch, wie bei einem analogen Telefonanschluss (surfen mit 56k-Modem). 
  • GPRS (‘2G’)
    DL-Geschwindigkeiten bis maximal 171.2 kbit/s 
    Die 2. Generation erreicht Spitzengeschwindigkeiten, die in etwa doppelt so hoch sind, wie das Surfen über ISDN. Bitte beachten Sie, dass GPRS *NICHTS* mit dem Standort-Dienst GPS zu tun hat! 
  • EDGE (‘E’)
    DL-Geschwindigkeiten bis maximal 220 kbit/s
    Modulation, die die Datenrate von GPRS etwas erhöht. 
  • UMTS (‘3G’)
    DL-Geschwindigkeiten von bis zu 376 kbit/s 
    Speziell entwickelt für mobile Netzwerk-Dienste, wie z.B. Videotelefonie. 
  • HSPA (‘H’ oder ‘3G+’ oder ‘3.5G’)
    DL-Geschwindigkeiten von 3.6 Mbit/s bis 14.4 Mbit/s
    Erweitertes UMTS-Datenübertragungsverfahren, erlaubt DSL-ähnliche Geschwindigkeiten. Bitte beachten Sie, dass HSDPA und HSUPA keine Standards im eigentlichen Sinne sind, sondern jeweils nur den Download (D) oder den Upload (U) von HSPA bezeichnen. 
  • LTE (‘4G’)
    DL-Geschwindigkeiten bis maximal 100 Mbit/s
    Neuester Funkstandard, erlaubt theoretisch Datenraten bis 100 Mbit/s. Soll zu Anfang möglichst alle “weißen Flecken” abdecken und eignet sich daher zukünftig besonders für Kunden, bei denen ein DSL-Anschluss nicht möglich ist.

Samstag, 2. Mai 2015

Der Traum wird erforscht (Träume Teil 2)

Was passiert eigentlich im Körper, während wir träumen? Mit dieser Frage beschäftigen sich Neurobiologen erstmals gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Sie entdecken, dass der nächtliche Traum einer gewissen zeitlichen Struktur folgt. 1880 erkennt der ehemalige Marinearzt Jean Gélineau die vollständige Abwesenheit jeglicher Muskelspannung. Anfang des 20. Jahrhunderts reißt Alfred Maury, Professor am Collège de France, seine Versuchspersonen regelmäßig aus dem Schlaf. Zu seiner Überraschung stellt er fest, dass sich die befragten Menschen nur selten an ihre Träume erinnern.
1944 stellen Neurologen bei schlafenden Männern periodisch wiederkehrend drei bis vier Erektionen pro Nacht fest, ohne sie jedoch in Verbindung mit dem Träumen zu bringen. Später erst erkennt man, dass die jeweils gut 25 Minuten dauernden Erektionsphasen exakt dem Zyklus der Traumstadien entsprechen. 1953 beobachtet Eugen Aserinsky schnelle Augenbewegungen – "Rapid Eye Movements" (REM) – bei einem schlafenden Kind. Er stellt die Hypothese auf, dass die REM-Phasen die Traumstadien des Menschen sind.

Freitag, 1. Mai 2015

Verschlüsselte Botschaften von höheren Mächten (Träume Teil 1)

Es herrschte Lange Zeit der Glaube, das Träume indirekte oder verschlüsselte Botschaften von Göttern und Dämonen seien. Oft wurde diese als Weissagungs- oder Orakelcharakter angesehen. So glaubten Kriegsherren wie der persische König Xerxes (519-465 vor Christus), sie könnten ihre Schlacht nur gewinnen, wenn das Orakel im Traum zu ihnen sprach. Diese Überzeugung reichte bis in die Anfänge des christlichen Glaubens: Vor der Schlacht mit seinen heidnischen Widersachern träumte der römische Kaiser Konstantin der Große (273-337) von einem Engel, der ihm das Kreuz als Siegesfahne entgegenhielt und ihm zurief: "Unter diesem Zeichen wirst du siegen". Konstantin zog mit dem Kreuz auf der Fahne in die Schlacht vor Rom und bezwang seine Gegner Licinius und Maxentius.

Auch in der Neuzeit finden sich Beispiele für solche vorhersehenden Träume: So soll der frühere US-Präsident Abraham Lincoln davon geträumt haben, einem Attentat zum Opfer zu fallen, bevor er drei Tage später tatsächlich im Theater von einem fanatischen Südstaatler ermordet wurde.