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Montag, 18. Dezember 2017

Verstrecken (Eigenverstärkung)

Durch eine Erhöhung der Transportgeschwindigkeit aufeinanderfolgender Walzenpaare für eine gefertigte Bahn kommt zu einer Kaltverstreckung.
Bei teilkristallinen Thermoplasten entsteht neben der Orientierung der Makromoleküle auch noch eine Erhöhung des Kristallinitätsgrades.

Ziel des Verstreckvorganges ist die Steigerung von Zugfestigkeit und die Elastizitätsmodul in Orientierungsrichtung.

Das gleiche Ziel erreicht man bei einer Warmverstreckung z.B. von:

  • (textilien) Fäden
man spricht hier von der Schmelzedeformation, bei der eine Verstreckung noch vor der Erstarrung erfolgt.

Warmformen (Spanloses Umformen (Kunststoff))

Das Warmformen von Halbzeugen ist ein Umformverfahren für Thermoplaste durch:

  • Zug
  • Druck
  • oder Biege-Formkräfte
nachdem das Halbzeug durch äußere Erwärmung in einen zähen formbaren Zustand gebracht wurde.
Bei relativ geringen Werkzeugkosten lassen sich auch größere Teile Warmformen, dabei können auch weitgehend gleichbleibende Wanddicken erreicht werden.


Kaltformen (Spanloses Umformen (Kunststoff))

Beim Kaltumformen werden Halbzeuge aus zähen Thermoplasten kurzzeitig mit hohen Verformungskräften geformt.
Die Umformteile werden dabei anisotrop, was aber zu einer verbesserten Transparenz und erhöhter Schlagzähigkeit führt.
Das für das Kaltformen typische Tiefziehen wird auch unter Warmformbedingung eingesetzt.